Juraszovich, Brigitte (2019): Die österreichische Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ – Entstigmatisierung und Bewusstseinsbildung. 14. Gemeinsamer Österreichisch-Deutscher | 58. Österreichischer Geriatriekongress, 25. April 2019, Wien.

Full text not available from this repository.

Abstract

Gut leben mit Demenz bedeutet vor allem soziale Teilhabe und Wertschätzung für die Betroffenen. Es bedeutet, sowohl Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen als auch An- und Zugehörige zu befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren und in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein. Die Unterstützung von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen, die Anerkennung ihrer Ressourcen und Fähigkeiten sowie ihre Teilhabe am öffentlichen Leben sind wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben und stehen im Mittelpunkt der Ziele der Demenzstrategie. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind derart auszugestalten, dass ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird. Dies kann unter anderem durch Realisierung von „Demenzfreundlichen Kommunen/Gemeinden“ erreicht werden: Darunter ist ein Gemeinwesen zu verstehen, in dem es sich für und mit Betroffenen und ihren Familien gut leben lässt und in dem Teilhabe gelebte Wirklichkeit ist. Eine wirkliche Verbesserung kann nur dann gelingen, wenn Formen einer gemeinsamen Verantwortungsübernahme entwickelt und gelebt werden. Ausbau von gezielten Informationen, Stärkung von Wissen und Kompetenz, aber auch die Sicherstellung von demenzgerechten Versorgungsangeboten und die Zusammenarbeit von Forschung und Praxis sind Ziele der Demenzstrategie. Die Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Strategie bringt Vorteile für alle Bevölkerungsgruppen: Wertschätzung, Achtung und Respekt für die einzelne Person sind die Basis für ein verständnisvolles Miteinander, unabhängig von Beeinträchtigung, Alter oder Krankheit.

Item Type: Conference or Workshop Item (Lecture)
Subjects: OEBIG > Gesundheitsberufe
Date Deposited: 09 Dec 2019 13:08
Last Modified: 09 Dec 2019 13:08
URI: https://jasmin.goeg.at/id/eprint/1044