Pärtan, Gerald; Wachabauer, David; Röthlin, Florian (2019): Altersabhängige Häufigkeit von CT Untersuchungen bei der Appendicitisdiagnostik in Österreich. Jahrestagung des Fachverbands für Strahlenschutz e. V., 10. September 2019, Würzburg.

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Abstract

Die Zahl der CT-Untersuchungen hat sich in Österreich zwischen 2001 und 2015 mehr als verdoppelt, offenbar aufgrund größerer Auslastung bei mittlerweile konstanter Zahl an CT-Geräten (in öffentlichen Krankenanstalten: 2009: 141, 2016: 142 CT-Geräte österreichweit). Ein Faktor könnte u.a. die Ausweitung der Teleradiologie sein, da durch Ausdünnung der vor Ort vorhandenen ärztlichen Kapazitäten die CT dem (üblicherweise ärztlichem Personal vorbehaltenen) Ultraschall bevorzugt wird. Forschungsfragen: Sind unter den gegebenen Entwicklungen konkrete Veränderungen der Diagnostik bei wichtigen akuten Krankheitsbildern feststellbar? Modellfall: Appendicitis bzw. deren präoperative Diagnostik. Datengrundlage: DLD - Diagnosen und Leistungsdokumentation der österreichischen Krankenanstalten 2009-2016 (Quelle: BMASGK). Entlassungsdiagnosen, OP-Leistungsdaten sowie radiologische Leistungsdaten liegen österreichweit vor („Fonds-Krankenanstalten“ = öffentliche bzw. mit Öffentlichkeitsrecht versehene Krankenhäuser). Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) leider nicht erfasst, Rückschlüsse auf die Sonographie-Frequenz lediglich indirekt über die CT-Frequenz möglich. Hypothese: Je mehr RadiologInnen in einer KA verfügbar, desto seltener wird CT durchgeführt, implizit, weil mehr Expertise vor Ort für aussagekräftige US-Untersuchungen zur Verfügung steht. Ändert sich die Wahrscheinlichkeit, dass bei Kindern im Rahmen eines Appendektomie-Aufenthalts auch ein CT durchgeführt wird mit der Anzahl der in der Krankenanstalt vorgehaltenen Vollzeitäquivalente (VZÄ) von FachärztInnen für Radiologie? Ergebnisse: Appendektomie insgesamt eher rückläufig • CT-Diagnostik (Durchschnitt aller Altersgruppen) zwischen 2009 und 2016 von 12 auf 16% gestiegen. • Dieser Anstieg findet aber nur bei Erwachsenen statt. Bei Kindern < 14a gleichbleibend selten mit 1%; >= 40 J: 40% • Nicht signifikante Tendenz, dass zwischen 2009 und 2016 umso weniger CT durchgeführt wurden, je mehr Radiologische VZÄ vorhanden waren. Dieser Zusammenhang verstärkt sich bei älteren PatientInnen.

Item Type: Conference or Workshop Item (Lecture)
Subjects: OEBIG > Planung und Systementwicklung
Date Deposited: 14 May 2020 15:48
Last Modified: 14 May 2020 15:48
URI: https://jasmin.goeg.at/id/eprint/1467