UNSPECIFIED (2007): Langzeitsubstitutionsbehandlung Opioidabhängiger. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln.

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Abstract

Geklärt werden soll, anhand welcher Indikatoren die Wirksamkeit der Substitutionstherapie beurteilt werden kann. Basierend auf den ermittelten Indikatoren, soll eine Bewertung des medizinischen, sozialen und ökonomischen Nutzens dieser Therapieform – auch im Vergleich zu abstinenzorientierten Ansätzen – vorgenommen werden. Eine systematische Literatursuche im Suchzeitraum 1995 bis Februar 2005 in insgesamt 31 Datenbanken der DIMDI-Superbase ergibt insgesamt 2.451 Treffer. Trotz erheblicher methodischer Einschränkungen der meisten Studien zur Substitutionsbehandlung infolge Selektionsbias und Dropout kann auf Basis des empirischen Befunds eine Reduktion des illegalen Opioidkonsums, eine Verringerung des Risikoverhaltens, der Kriminalität, der Mortalität und der HIV-Inzidenz als nachgewiesen angesehen werden. Hinsichtlich der Verbesserung von Lebenssituation und Gesundheit sind die Ergebnisse widersprüchlich. Die referierten Befunde ergeben, dass Substitution eine höhere Haltequote aufweist als abstinenzorientierte Therapieformen. Substitutionsbehandlung erweist sich im Bereich der Vermeidung von Folgeerkrankungen (Infektionen) und der Senkung von Kriminalität als ökonomisch sinnvolle Maßnahme. Erfolgt eine Bewertung auf Basis von medizinethischen Kriterien, so ist sowohl die Substitutionsbehandlung als auch die ärztliche Heroinverschreibung prinzipiell ein akzeptables Behandlungsangebot.

Item Type: Other
Subjects: BIQG > Evidenz und Qualitätsstandards
Date Deposited: 19 Jul 2017 15:10
Last Modified: 03 Jul 2018 15:31
URI: https://jasmin.goeg.at/id/eprint/156