Wachabauer, David; Röthlin, Florian (2017): Aktualisierung der diagnostischen Referenzwerte für Österreich. Empfehlungen für die Bereiche konventionelles Röntgen, Durchleuchtung, Interventionen und Computertomografie. Gesundheit Österreich GmbH.

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Abstract

Diagnostische Referenzwerte (DRW) in den Bereichen konventionelles Röntgen, Durchleuchtung, Interventionen sowie Computertomografie sind vorgegebene Dosiswerte bei Standarduntersuchungen an einer Gruppe von Patientinnen/Patienten mit Standardmaßen. Sie sollen dabei helfen, zu erkennen, ob Patientinnen/Patienten bei Untersuchungen vermeidbar hohen Strahlendosen ausgesetzt sind. Konsequent angewendet, tragen DRW zu einer deutlichen Reduktion der Strahlendosen von Patientinnen/Patienten bei. Die derzeit in der österreichischen Medizinischen Strahlenschutzverordnung für konventionelles Röntgen, Durchleuchtung, Computertomografie und Interventionen festgelegten DRW basieren großteils auf Erhebungen aus den frühen 2000erJahren. Ihre Überarbeitung war daher dringend erforderlich. Die Gesundheit Österreich GmbH wurde deshalb vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen beauftragt, ein Projekt mit dem Ziel, die derzeit geltenden DRW für Erwachsene zu evaluieren und gegebenenfalls Empfehlungen für neue Referenzwerte zu erarbeiten, durchzuführen. Dosiswerte für die Bereiche konventionelles Röntgen, Durchleuchtung und Interventionen wurden im Rahmen einer Onlinebefragung erhoben, an der teilzunehmen alle relevanten Krankenanstalten und Einrichtungen im niedergelassenen Bereich in Österreich eingeladen wurden. Neben den Befragungsergebnissen wurden auch Datenauszüge des internen Dosisregisters der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) in die Studie mit aufgenommen. Dosiswerte für die Computertomografie wurden der nationalen Studie von Leithner/Homolka (2011) sowie dem Dosisregister der KAGes entnommen und aufbereitet. Die Empfehlungen für adäquate österreichische DRW wurden auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten von einer Expertengruppe erarbeitet. Es zeigt sich, dass die Erhebungsergebnisse sowie die von der Expertengruppe formulierten Referenzwertempfehlungen teilweise deutlich unter den in der Medizinischen Strahlenschutzverordnung festgelegten DRW liegen. Für die Bereiche Durchleuchtung und Interventionen wurde vorgeschlagen auf DRW zu verzichten und neue einzuführen. Im Bereich der Computertomografie wurde empfohlen einige Referenzwertbeschreibungstexte anzupassen, um Indikationen besser abzubilden. Darüber hinaus sollen sich Dosislängenprodukte nicht mehr auf die Gesamtuntersuchungen, sondern auf die einzelnen Scanserien der jeweiligen Untersuchungen beziehen. ***** Diagnostic reference levels (DRLs) for conventional radiography, fluoroscopy, interventions and computed tomography are specified radiation dose values. They are intended to help determine whether patients are exposed to avoidable high doses of radiation during examinations. Facilities that tend to exceed these reference levels are encouraged to take optimization measures. Used consistently, they contribute to a significant reduction in the radiation doses to patients. The DRLs currently defined in the Austrian Medical Radiation Protection Ordinance for conventional radiography, fluoroscopy, computed tomography and interventions are largely based on surveys from the early 2000s and therefore their revision was overdue. The Austrian Public Health Institute was commissioned by the Federal Ministry of Health and Womenʼs Affairs to carry out a project evaluating the Austrian DLRs for adults and, if necessary, to recommend new reference levels. Dose values for conventional radiography, fluoroscopy and interventions were collected in an online survey. In addition to the survey results, data extracts from the internal dose register of the Styrian Hospitals Limited Liability Company (KAGes) were also included in the study. Dose values for computed tomography were taken from the national study by Leithner/Homolka (2011) and from the dose registry of the KAGes and consolidated. The recommendations for adequate Austrian DLRs were developed by an expert group on the basis of the data provided. It can be seen that the survey results and the DRL recommendations formulated by the expert group are in almost all cases well below the DRLs defined in the Medical Radiation Protection Ordinance. For the areas of fluoroscopy and interventions, it was proposed to dispense DRLs and introduce new ones. In the field of computed tomography, the expert group recommends adapting DRL descriptions to better reflect indications. In addition, dose length products should no longer refer to a complete examination but to the individual sequences.

Item Type: Monograph (Project Report)
Subjects: OEBIG > Planung und Systementwicklung
Date Deposited: 26 Feb 2018 16:35
Last Modified: 26 Feb 2018 21:30
URI: https://jasmin.goeg.at/id/eprint/384