Schmidt, Andrea E.; Durstmüller, Felix; Dinhof, Katharina; Brettenhofer, Marlene; Brugger, Katharina (2026): Doppelte Belastung durch den Klimawandel: Aktuelle Evidenz zu klima-und wetterbedingten Auswirkungen auf die Arbeitsrealität von Gesundheitsberufen in Österreich. In: Auf dem Weg zum Klimasozialstaat. Der Sozialstaat im sozialen und ökologischen Umbau. Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien, Wien, pp. 51-58.
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Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen sind durch den Klimawandel doppelt belastet.
Sie sind sowohl selbst gesundheitlichen Risiken ausgesetzt als auch mit einem steigenden Versorgungsbedarf konfrontiert. Ergebnisse zweier Befragungen und eines Workshops zeigen ein starkes Problembewusstsein und Engagement unter den Gesundheitsberufen, während Anpassungsmaßnahmen auf betrieblicher und institutioneller Ebene oftmals unzureichend sind. Das Konzept der transformativen Anpassung bietet einen strategischen Ansatz, um die Resilienz zu stärken und gleichzeitig strukturelle Ursachen von Verwundbarkeit – wie hohe Arbeitsbelastung
bei geringer Bezahlung – zu adressieren.
• Sechs von zehn Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen spüren bereits Auswirkungen des Klimawandels auf ihren Arbeitsplatz und die Tätigkeiten im Betrieb.
• Institutionalisierte Anpassungsmaßnahmen fehlen weitgehend bzw. treffen auf strukturelle Barrieren. Bislang dominieren kurzfristige oder technische Maßnahmen.
• Im Sinne einer transformativen Anpassung gilt es, die Grundstruktur von Versorgungssystemen und den damit verbundenen Arbeitsbedingungen neu zu denken.
| Item Type: | Book Section |
|---|---|
| Subjects: | KoKuG – Abteilung Klimaresilienz und One Health |
| Date Deposited: | 14 Apr 2026 06:41 |
| Last Modified: | 14 Apr 2026 06:41 |
| URI: | https://jasmin.goeg.at/id/eprint/5514 |