Wachabauer, David (2026): Aktualisierung der diagnostischen Referenzwerte für Kinderradiologie. Empfehlungen für die Bereiche Röntgen, Durchleuchtung und Computertomografie. Ergebnisbericht. Gesundheit Österreich, Wien
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Abstract
Diagnostische Referenzwerte (DRW) sind ein wesentliches Instrument zur Optimierung des Strahlenschutzes bei medizinischen Untersuchungen mit ionisierender Strahlung. In der Kinderradiologie sind regelmäßige Aktualisierungen besonders wichtig, da Kinder und Jugendliche strahlenempfindlicher als Erwachsene sind und technologische sowie protokollbezogene Entwicklungen die Patientendosis verändern. Die Gesundheit Österreich wurde daher vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz beauftragt, aktuelle österreichische Dosisdaten zu erheben und Empfehlungen für neue pädiatrische DRW zu erarbeiten. Im Rahmen einer webbasierten Erhebung wurden 88 Leistungserbringer zur Übermittlung von Patienten-, Geräte- und Dosisdaten für konventionelles Röntgen, Durchleuchtung und Computertomografie eingeladen. 38 Einrichtungen nahmen teil; nach der Qualitäts- und Plausibilitätsprüfung wurden 36 Datensätze in die Auswertung einbezogen. Die Analyse umfasste patientenbasierte Kennwerte und Verteilungen gerätespezifischer Medianwerte nach Alters- beziehungsweise Gewichtsklassen. Zusätzlich wurden internationale Referenzwerte zur fachlichen Einordnung herangezogen. Die Empfehlungen wurden auf Grundlage der Ergebnisse von einer multidisziplinären Expertengruppe fachlich bewertet und im Konsens beschlossen. Insgesamt lagen Angaben zu 5.864 Patientinnen und Patienten im Bereich Röntgen, 528 im Bereich Durchleuchtung und 872 im Bereich Computertomografie vor. Die Daten stammten überwiegend aus dem intramuralen Bereich. Insgesamt wurden 61 alters- oder gewichtsspezifische DRW empfohlen. Ergänzende CT-Analysen zeigten eine weitgehend einphasige Durchführung von Gehirn- und Thoraxuntersuchungen, während Abdomen-CT-Untersuchungen eine heterogenere Phasenstruktur aufwiesen. Für Mehrregionen- beziehungsweise Trauma-CT wurde aufgrund unterschiedlicher Untersuchungsumfänge und Phasenzahlen kein DRW empfohlen. Die Ergebnisse bilden eine aktuelle daten- und expert Grundlage für die Aktualisierung der Medizinischen Strahlenschutzverordnung und sollen Einrichtungen bei der Überprüfung und Optimierung ihrer Untersuchungsprotokolle unterstützen.
Diagnostic reference levels (DRLs) support the optimisation of radiation protection in medical imaging. Regular updates are particularly important in paediatric radiology because children and adolescents are more radiosensitive than adults and technological and protocol-related developments affect patient dose. The Austrian National Public Health Institute was commissioned by the Federal Ministry of Labour, Social Affairs, Health, Care and Consumer Protection to collect current Austrian dose data and develop recommendations for paediatric DRLs. In a web-based survey, 88 healthcare providers were invited to submit patient, equipment and dose data for conventional radiography, fluoroscopy and computed tomography (CT). Thirty-eight institutions participated; following quality and plausibility checks, 36 datasets were included in the analysis. The analysis comprised patient-based statistics and distributions of equipment-specific median values by age or weight group. International reference values were also used for contextual comparison. The recommendations were reviewed by a multidisciplinary expert group and adopted by consensus. Information was available for 5,864 patients in radiography, 528 in fluoroscopy and 872 in CT. The data were predominantly derived from hospitals. A total of 61 age- or weight-specific DRLs were recommended. Additional analyses showed that brain and chest CT examinations were largely performed as single-phase examinations, whereas abdominal CT examinations had a more heterogeneous phase structure. No DRL was recommended for multi-region or trauma CT because of differences in anatomical coverage and the number of acquisition phases. The findings provide an up-to-date, data- and expert-informed basis for revising the Austrian Medical Radiation Protection Ordinance and support healthcare institutions in reviewing and optimising their imaging protocols.
| Item Type: | Monograph (Project Report) |
|---|---|
| Subjects: | Primaerversorgung und Versorgungskoordination |
| Date Deposited: | 28 Sep 2026 08:57 |
| Last Modified: | 06 Oct 2026 08:37 |
| URI: | https://jasmin.goeg.at/id/eprint/5755 |