Vogler, Sabine; Haasis, Manuel Alexander; Zimmermann, Nina (2019): PPRI Pharma Brief: Austria 2019. Gesundheit Österreich, Wien.

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Abstract

Der vorliegende Bericht liefert einen Überblick zu den Arzneimittelpreisbildungs- und Erstattungsmaßnahmen in Österreich (2019). Wie das österreichische Gesundheitssystem im Allgemeinen, zeichnet sich auch das Arzneimittelsystem durch eine Trennung der Kompetenzen zwischen niedergelassenem und stationärem Sektor aus. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz wirkt als die zuständige Behörde für die Preisfestsetzung von Medikamenten und ist Sitz der Geschäftsstelle der Preiskommission. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (ab 2020: Dachverband der Sozialversicherung) entscheidet über die Aufnahme von Arzneimitteln in den Erstattungskodex. Dabei kommt die europäische Durchschnittspreisregelung zur Anwendung. Für Arzneimittel in Krankenanstalten besteht freie Preisbildung. Die Abgeltung von Großhandel und Apotheken erfolgt mittels gesetzlich geregelter Höchstaufschläge, wobei jeweils zwei verschiedene regressiv ausgestaltete Schemen (mit unterschiedlichen Aufschlägen) je nach Medikamentenart (Großhandel) bzw. Kundentyp (Apotheke) zur Anwendung kommen. Die Umsatzsteuer auf Arzneimittel beträgt zehn Prozent (Standardsatz: 20 %). In Österreich sind weder Wirkstoffverordnung noch Generikasubstitution erlaubt.

Item Type: Monograph (Project Report)
Uncontrolled Keywords: Arzneimittel, Medikament, medicines, pharmaceuticals, pricing, reimbursement
Subjects: OEBIG > Pharmaoekonomie
Date Deposited: 27 Jan 2020 10:31
Last Modified: 29 Apr 2020 06:52
URI: https://jasmin.goeg.at/id/eprint/1129