Vogler, Sabine; Schneider, Peter; Panteli, Dimitra; Busse, Reinhard (2020): Biosimilars in Deutschland und im europäischen Vergleich – Marktsteuerungsmechanismen und Einsparpotenziale. In: Schwabe, Ulrich; Ludwig, Wolf-Dieter (eds.): Arzneiverordnungs-Report 2020. Springer, Berlin, doi.org/10.1007. ISBN 978-3-662-62168-4

Full text not available from this repository.
Official URL (please open in a new browser tab/window): https://doi.org/10.1007

Abstract

In Biosimilars werden hohe Erwartungen hinsichtlich ihres Einsparpotenzials gesetzt. Um den Einsatz von Biosimilars zu fördern, wenden europäische Länder verschiedene Marktsteuerungsmaßnahmen an. Ein Vergleich mit 15 europäischen Ländern zeigt hierbei meist ähnliche Zugänge bei den analysierten Ländern und auch im Vergleich zu Deutschland. Zwei zentrale Ausnahmen sind: Deutschland zählt gemeinsam mit Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden zu den Ländern, die keine Preis-Link-Politik anwenden, bei welcher die Preise von Biosimilars (wie auch Generika) als Abschlag des Referenzarzneimittels-Preises festgelegt werden. Des Weiteren nimmt Deutschland mit der geplanten Einführung der automatischen Substitution bei Biologika auf Apothekenebene eine Vorreiterposition in Europa ein. Durch konsequente Anwendung von Marktsteuerungsinterventionen, inklusive Einführung von in anderen Ländern angewandten Maßnahmen, könnten in Deutschland die Einsparpotenziale besser ausgeschöpft werden. Berechnungen für verschiedene Szenarien (Varianten von Preis-Link-Politik, Festbetragsbildung, Ausweitung der Verordnungsmindestquoten, Biosimilarsubstitution) zeigten für neun biologische Wirkstoffe (u. a. Adalimumab, Enoxaparin, Etanercept, Infliximab, Trastuzumab) Einsparpotenziale von 115,9 Mio. € (4,4 %) bis 306,4 Mio. € (11,7 %) für den GKV-Markt 2019 auf.

Item Type: Book Section
Subjects: OEBIG > Pharmaoekonomie
Date Deposited: 08 Jan 2021 06:52
Last Modified: 06 Apr 2021 17:21
URI: https://jasmin.goeg.at/id/eprint/1543